Fachwerkinstandsetzung nach WTA

Zum Thema
Die Fachwerkbauweise war bis zum Anfang des vergangenen Jahrhunderts die vorherrschende Bauweise in Deutschland. Aufgrund des unterschiedlichen Verhaltens der verwendeten Baumaterialien (Holz, Lehm, Ziegel und der verschiedene Putze) sind die Zeitintervalle für die Instandhaltung dieser Gebäude relativ kurz. Außerdem werden die Vorschriften des Gesetzgebers und die Ansprüche der Nutzer in Bezug auf Energieeinsparung und Behaglichkeit - auch in Fachwerkhäusern - immer schärfer. Dies bedeutet, dass das Auftragsvolumen bei ca. 2,4 Mio. Fachwerkgebäuden in Deutschland in den kommenden Jahren anwachsen wird.

Instandsetzung und Sanierung von Fachwerkfassaden sind aber nicht nur ein großer Markt, sondern stellen auch hohe Anforderungen an Planer und Architekten, Ingenieure und Wissenschaftler, Sachverständige und Gutachter, Restauratoren und Denkmalschützer und die ausführenden Fachunternehmer. Gemeinsam müssen alle Beteiligten bei Arbeiten an Fachwerkgebäuden unter anderem die gesetzlichen Anforderungen, die Bewertung des oft bauhistorisch wertvollen Ist-Zustandes und die Lösung der bauphysikalischen Probleme beherrschen.

Inhalte
Bei der Instandsetzung und Sanierung von Fachwerkgebäuden treten während Planung und Ausführung immer wieder bautechnische und bauphysikalische Fragestellungen auf, auch hinsichtlich der einzuhaltenden anerkannten Regel der Technik bzw. dem aktuellen Stand der Technik.

Auf der Basis des Regelwerkes zur Fachwerksanierung nach WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V., München) – aktuell 14 sogenannte WTA-Merkblätter – werden im Seminar exemplarisch anhand von Praxisbeispielen Antworten gegeben.