Akademie der Ingenieure AkadIng GmbH

WU-Konstruktionen für Tragwerksplaner

Planunsbeispiele aus der Praxis -

Wieder ging ein gehaltvolles Semiar zu Ende. Hier mehr zum Thema:

Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton stellen seit mehr als 30 Jahren eine wirtschaftliche Bauweise dar, bei denen der Beton die lastabtragende Funktion sowie die Funktion der Wasserundurchlässigkeit grundsätzlich auch ohne zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen übernimmt. Seit Erscheinen der WU-Richtlinie (2003, 2006) und den zugehörigen Erläuterungen des DAfStb-Hefts 555 zur Regelung der Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit wasserundurchlässiger Bauwerke liegen erstmals verbindliche Grundlagen für die Planung und Ausführung solcher Betonbauwerke vor. Mit dem DBV-Merkblatt „Hochwertige Nutzung von Untergeschossen“ (2010) werden die Regelungen der WU-Richtlinie im Wesentlichen hinsichtlich hoher Nutzungsanforderungen und hieraus resultierender Empfehlungen an Bauphysik und Klimatechnik ergänzt. 

Ungeachtet der vorgenannten Regelungen und der sich gleichzeitig ständig weiterentwickelnden Bauweise durch den Einsatz innovativer Bauprodukte werden insbesondere Weiße Wannen immer noch häufig mangelhaft geplant – nicht zuletzt weil Planungsverantwortlichkeiten in späte Leistungsphasen oder gar gänzlich auf andere Beteiligte verschoben werden und Bauherren in Summe unzureichend beraten werden. Die Tragwerksplanung einer wasserundurchlässigen Konstruktion ist insbesondere bei hohen Nutzungsforderungen eben nicht mehr auf einen halbseitigen Rissbreitennachweis reduzierbar.

Die Weiße Wanne ist eine Planungsaufgabe gemäß der WU-Richtlinie, die damit auch die juristische Zuständigkeit klärt.

Die Veranstaltung setzte an diesem Punkt an. Nach einleitender Erläuterung der Grundlagen und Planungsverantwortlichkeiten wurden im Hauptteil insbesondere Planungsbeispiele vorgestellt, um dem in der Praxis tätigen Tragwerksplaner die zielgerichtete Planung anhand von konkreten Beispielen vorzuführen und Hinweise zur Fehlervermeidung gegeben.