Passivhaus Fachplaner

Was ist an einem Gebäude passiv?

Ein Gebäude wird als Passivhaus bezeichnet, wenn der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus „passiven" Quellen gedeckt wird. Das Ergebnis zeichnet sich durch eine hohe Behaglichkeit, gekoppelt mit einem niedrigen Energieverbrauch aus. Ein Passivhaus beschreibt demnach nicht einen Gebäudetyp, sondern einen Energiestandard, der z. B. auch bei Umbauten und Sanierungen erreicht werden kann", so die Definition eines Passivhauses.

Der Lehrgang, der gemeinsam mit der Ingenieur- und Architektenvereinigung ARCHITOS® und der Akademie konzipiert wurde, setzt größtenteils auf den praktischen Bezug. „Wir haben bereits mehrere hundert Passivhäuser geplant und gebaut und wissen, wo in der alltäglichen Praxis Probleme auftreten und wo unsere Erfahrung wichtig ist. Diese können wir hierdurch den Teilnehmern optimal weitergeben", so Rainer Graf, Referent für Planungsgrundlagen der Gebäudehülle.

Das Passivhaus nutzt die in seinem Inneren vorhandenen Energiequellen und vereinfacht dadurch enorm die Heizungs-Kapazitätsplanung. Körperwärme von Personen, Sonnenwärme, Haushaltsgeräte - all dies trägt zur Temperierung des Gebäudes bei. Besondere Fenster und hochwirksam gedämmte Fassade, Dach und Bodenplatte halten die Wärme schützend im Haus. Für gleichbleibend frische Luft ohne Zugerscheinungen sorgt eine Lüftungsanlage, in der eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung die Wärme der Abluft wieder verfügbar macht.

Der Lehrgang ist für die Prüfung und die Zertifizierung des Passivhaus-Instituts aufgebaut und startet mehrmals im Jahr.

Der Lehrgang stellt eine bundesweite Besonderheit dar, denn im Passivhaus-Fachplaner-Lehrgang, wird ein komplettes Passivhaus-Projekt geplant und gerechnet.

Ausgerichtet ist der Lehrgang für Ingenieure, Architekten und Techniker, die über grundlegende Kenntnisse der energetischen Gebäudesanierung/Energieeffizienz verfügen.

Im Anschluss an den Lehrgang besteht die Möglichkeit der Zertifizierung durch das Passivhaus-Institut, Dr. Wolfgang Feist.