Innendämmung im Bestand 

Zum Thema:

Der Einbau von Innendämmungen wird zur Verbesserung des Wärmeschutzes in der Regel dann angewendet, wenn andere Möglichkeiten der Anordnung von Wärmedämmschichten ausscheiden. Bei Gebäuden z. B., die keine bauliche Veränderung der Fassadenansicht erlauben wie Sichtfachwerk, Sichtmauerwerk, Stuckfassaden usw. ist dies oft die einzige Möglichkeit zur Reduzierung der Transmissionswärmeverluste. Die Innendämmung wird jedoch vielfach auch mit Bauschäden in Verbindung gebracht. Auf Grund der bekannten feuchtetechnischen Risiken ist eine besonders sorgfältige Planung und gewissenhafte Ausführung erforderlich. Regelwerke für Innendämmungen im Bestand sind für bestimmte Konstruktionen wie z. B. Fachwerk bereits umfassend erarbeitet worden; für Konstruktionen allgemein befinden sie sich aktuell noch in der Erarbeitungsphase. Derzeit liegen die WTA-Merkblätter 8-5 „Fachwerkinstandsetzung nach WTA V: Innendämmungen“ und 6-4 „Innendämmungen im Bestand: Planungsleitfaden“ als so genannte Blaudrucke vor. Sie werden als „roter Faden“ dem Seminar zugrunde gelegt. Die Planung und Bemessung von Innendämmungen, die durch das Gebäude bedingten Instandsetzungsgrenzen, die Materialauswahl und die Ausführung, die baubegleitende Qualitätskontrolle, die Behandlung von Bauteilanschlüssen u.v.m. sind wesentliche Einflussfaktoren auf die Gesamtqualität einer Innendämmmaßnahme. Mit Kenntnis dieser Parameter und der richtigen Vorgehensweise ist es möglich, das Schadensrisiko bei dieser Art der energetischen Ertüchtigung von Außenwänden zu minimieren. Wichtig ist eine ganzheitliche Betrachtung von Innendämmsystemaufbauten, entlang der gesamten Wertschöpfungskette, damit diese Form der energetischen Ertüchtigung von Bestandsgebäuden diese nicht dauerhaft schädigt.