EnEV, KfW & Co 

EnEV, KfW & Co - was Planer ab 01.01.2016 bedenken sollten 

Zum Thema:
Zum 01.01.2016 ändern sich für zu errichtende Gebäude die energetischen Anforderungen: der einzuhaltende Jahres-Primärenergiebedarf wird nunmehr gegenüber 2015 um 25 % verschärft. Daneben bestehen auch erhöhte bauliche Anforderungen. Die Bundesregierung hat aber nicht nur diese Veränderungen konkret verabschiedet, sondern muss ab 2019 in einem ersten Schritt für öffentliche Neubauten das Niveau sogenannter „Niedrigstenergiegebäude“ regeln. Ab 2021 soll in einem zweiten Schritt dieses Niveau für alle zu errichtenden Gebäude - also auch Wohngebäude - gelten. Für den Bestand liegen ebenfalls ambitionierte Ziele vor: es ist beabsichtigt - unter Wahrung des gesetzlichen Grundsatzes der wirtschaftlichen Vertretbarkeit - bis 2050 einen nahezu „klimaneutralen Gebäudebestand“ zu erreichen. Es ist nachvollziehbar, dass eine primärenergetische Nachweisführung unter den o. a. Randbedingungen und Absichten nicht ohne eine erhebliche Steigerung des Einsatzes regenerativer Energien umsetzbar ist. Ohne Zweifel führt dies zur Realisierung volkswirtschaftlicher und ökologischer Zielvorgaben, nicht zwangsläufig ergibt sich hierbei jedoch auch ein für den Nutzer oder Eigentümer betriebswirtschaftlich sinnvolles energetisches Konzept. Hier ist die Beratungskompetenz und der Sachverstand des Planers gefragt. Aus diesem Grund führen wir diese Fortbildungskampagne mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten durch, um Sie hierbei über alle wesentlichen Neuerungen zu informieren. 

Inhalt
- Was ändert sich 2016 durch die Verschärfung der EnEV für zu errichtende Gebäude?
- Welche Absichten bestehen öffentlich-rechtlich für zu errichtende Wohn- und Nichtwohngebäude?
- Welche Maßnahmen sind bei Bestandsgebäuden aus dem EWärmeG seit 01.07.2015 in Baden-Württemberg (und zukünftig auf Bundesebene?) zu beachten?
- Was ist bei einem für den Eigentümer sinnvollen Sanierungsfahrplan zu beachten?- Welche Neuerungen verfolgt die KfW?
- Welche Anforderungen aus bau- und anlagentechnischer Sicht bestehen bei den KfW-Programmen?

EnEV, EEWärmeG, DIN V 18599 und DIN 4108 Bbl 2 - neue Normen und zukünftige Gesetzgebung

Zum Thema
Die EU-Gebäuderichtlinie von 2010 verlangt von den europäischen Mitgliedsstaaten in den nächsten Jahren (ab 2019 für öffentliche Gebäude und ab 2021 für alle zu errichtende Gebäude) das energetische Niveau von „Niedrigstenergiegebäuden“ umzusetzen. Dieser Verpflichtung will die Bundesregierung schnellstmöglich nachkommen, in dem in einem neuen Gesetz zur Zusammenführung von EnEG/EnEV und EEWärmeG das nachzuweisende energetische Anforderungsniveau konkretisiert wird. Ferner bietet die Neufassung auch die Chance, die hierbei zu verwendenden Bilanzregeln anzupassen.

Inzwischen sind die nächsten Schritte erfolgt: es wurde zum einen die DIN V 18599 neu gefasst und im Oktober 2016 veröffentlicht. Ergänzend wurde die DIN 4108 Bbl 2 wesentlich überarbeitet. Ausgehend von momentanen Überlegungen zur Zusammenfassung des EnEG/EnEV und des EEWärmeG stellt das Seminar die wesentlichen Neuerungen vor. Ein inhaltlicher Schwerpunkt wird hierbei auf die neue DIN 4108 Bbl 2 (Planungs- und Ausführungsbeispiele zur Minimierung von Wärmebrücken) gelegt. Aus diesem Grund führen wir diese Fortbildungskampagne mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten durch, um Sie hierbei über alle wesentlichen Neuerungen zu informieren.

Inhalte
Überlegungen zum energetischen Standard ab 2019/2021
Übersicht zu Neuerungen der DIN V 18599
Stellschrauben zur kostengünstigen Umsetzung für Wohn- und Nichtwohnbau
die Bedeutung der Wärmebrücke, Übersicht und konkrete Beispiele zu den Neuerungen
Übersicht, wann gilt welche Anforderung im Neu- und Altbau
Besonderheiten bei KfW-Nachweisen und häufige Fehler

ENERGIEFORUM ZUKUNFT Qualitätssicherung bei der Baubegleitung mit und ohne KfW
(QSBB) 

Seit Juni 2014 fordert die KFW für ein Effizienzhaus verschiedene Prüfpflichten durch einen Sachverständigen. Diese Prüfpflichten verlangen nach Überprüfungen von energetischen Berechnungsergebnissen in den verschiedenen Planungsstadien bis hin zur Ausführung. Doch nicht nur bei einem KFW-Nachweis sollten vom verantwortlichen Planer oder Bauleiter Abgleiche zwischen den geplanten und den konkret ausgeführten Leistungen vorgenommen werden. Insbesondere bei energetisch anspruchsvollen Projekten wirken sich Fehler und Mängel in Planung und Ausführung im Hinblick auf das energetische Bilanzergebnis erheblich größer aus als bei einem entsprechend marginalen Dämmniveau. Es ergeben sich Aufgaben der begleitenden Qualitätssicherung mit der Überprüfung von Wärmedämm-, Dichtheits- und Lüftungs-, sowie Wärmeversorgungskonzepten bei der Entwurfsplanung, Ausführungsplanung, Ausführung sowie Übergabe.